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SONDERAUSSTELLUNGEN IM STADTMUSEUM

10. Juni - 17. September 2017

Neumarkt im Ersten Weltkrieg – 1917:

Reservelazarett und Kriegsgefangenenlager in der Stadt

                                                                                                                                                          Postkarte aus der Sammlung Karl Inderst

 

Der vierte Teil der Ausstellungsreihe zum Ersten Weltkrieg zeigt, wie auch in Neumarkt die Zivilbevölkerung mit den Folgen des Krieges konfrontiert wurde. Die an der Front erkrankten oder im Kampfeinsatz verwundeten Soldaten wurden an vielfältigen Stellen versorgt, beginnend von Notverbandplätzen auf dem Kampfplatz bis hin zu den Lazaretten in der Heimat, die Reservelazarette genannt wurden. In ihnen wurden auch Erkrankte oder Verletzte der örtlichen Kriegsgefangenlager behandelt. Das Barackenlager beim Neumarkter Stadtkrankenhaus bildete einen eigenen militärischen Bereich, aus dem im Bedarfsfall Patienten aber auch ins Stadtkrankenhaus übernommen werden konnten. Bis zur Fertigstellung der Baracken wurden vorübergehend die Gebäude der Mädchenschule und der Landwirtschaftsschule zur Unterbringung von Verwundeten genutzt, außerdem diente das Neumarkter Rathaus während der gesamten Kriegszeit als Lazarett.

Patientenlisten des Neumarkter Stadtkrankenhauses aus der Zeit des Ersten Weltkriegs lassen erahnen, mit welch unterschiedlichen Formen von Krankheiten, Verletzungen und Verwundungen das ärztliche Personal und die Krankenpfleger und Krankenschwestern ständig aufs neue gefordert wurden. Neben den auch in Friedenszeiten auftretenden Krankheiten wie Typhus, Starrkrampf oder Tuberkulose waren es besonders die grauenvollen Verletzungen und Verwundungen von erfrorenen Füßen bis zu Kopfschüssen, die durch Schusswaffen, Minen oder in der zweiten Kriegshälfte sogar durch den Einsatz von Giftgas verursacht worden waren, die behandelt werden mussten. Für die Betroffenen mindestens ebenso schlimm oder gar noch schlimmer waren schwere Kriegstraumatisierungen, unter denen manche Soldaten ihr Leben lang zu leiden hatten. Die Gesellschaft bewertete die Symptome der sogenannten „Kriegszitterer“ überwiegend als „unmännliches Verhalten“, so dass diese Kriegsopfer doppelt gestraft waren.

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